Neue Methoden der der Myombehandlung

MYOMZERSTÖRUNG 

  • Eine neue Vorgehensweise ist die Blutzufuhr der Myome abzuchneiden, anstatt sie zu entfernen. 
  • Dieses Vorgehen bezeichnet man als Myolyse, sie wird mithilfe eines Laparoskops durchgeführt. 
  • Bei diesem Verfahren wird ein Laser oder im allgemeinen eine stromgebende Vorrichtung durch ein Laparoskop in dem Myom plaziert und somit das Myom oder die Blutgefäße, die das Myom versorgen, verödet. 
  • Das abgestorbene Gewebe wird dann nach und nach durch Narbengewebe ersetzt. 
  • Es gibt verschiedene Nachteile dieser Methode. Da kein Material aus dem Myom für eine Biopsie in ein Labor eingeschickt wird, kann in seltenen Fällen eine Krebserkrankung nicht diagnostiziert werden. 
  • Häufiger entstehen Adhäsionen (Verwachsungen zwischen der Gebärmutter und anderen Organen), die spätere Probleme verursachen können. 


Wie bei jeder neuen Methode gibt es keine Langzeitstudien zu späteren Komplikationen. 

EMBOLISATION DER UTERUSARTERIE 

  • Die Embolisation der Uterusarterie stellt die neueste Behandlungsmethode eines Myoms dar. 
  • Bei diesem Verfahren wird ein kleiner Katheter in eine Leistenarterie plaziert und von hier in die blutversorgenden Gefäße des Myoms dirigiert. 
  • Kleine Polyacrylpartikel werden dann über den Katheter injiziert, um die entsprechenden Arterien zu blockieren. 
  • Dadurch kommt es zu einer Schrumpfung der Myome, durch den hierbei entstehenden Schmerz müssen für eine kurze Zeit nach der Behandlung Schmerzmedikamente eingenommen werden.               

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  • Es ist wichtig nach Ärzten zu suchen, die über ein gutes Wissen in beiden Methoden, der Embolisation und      der traditionellen Methode verfügen, bevor man sich für die Behandlung entscheidet. 
  • Zusätzlich ist es wichtig zu wissen, dass nach einer Embolisation eine Schwangerschaft nicht zu empfehlen ist, und dass eine signifikante Veränderung der Uterusschleimhaut entsteht, die Implantationsanomalien, mögliche Fehlgeburten oder eine lange anhaltende Unfruchtbarkeit bedingen kann. 
  • Die Schmerzen nach einer Arterienembolisation können manchmal stärker sein als nach einer Myomoperation 
  • Die Kosten der Myomembolisation werden von den Krankenkassen übernommen

Siehe auch hier: www.Myomembolisation.com

 

Magnetresonanztomographie-gesteuerte fokussierte Ultraschalltherapie (MRgFUS)

Die MRgFUS ist ein neues Verfahren, welches erst seit ca. 2002 angewendet wird. Mit hochenergetischem Ultraschall werden unter Kernspintomographie Myomzellen zerstört, indem im Myom lokal durch Ultraschallwellen eine Temperatur von 60 bis 80 Grad Celsius erzeugt wird und das Myom eingeschmolzen und zerstört wird. Nachfolgend schrumpft das Myom. Das abgestorbene Gewebe soll laut Angabe der  Befürworter angeblich vom Immunsystem abgebaut werden. 

Ob es tatsächlich so ist, wird man nach einer längeren Anwendungsphase herausfinden. Grundsätzlich ist vorstellbar, dass ähnlich, wie bei der Myomembolisation das abgestorbene Gewebe in dem Gebärmutterkörper verbleibt und letztlich später eine Gebärmutterentfernung notwendig wird. 

 

Siehe auch hier: www.Myomembolisation.com

 

Da es sich um ein neues und nicht abschliessend untersuchtes Verfahren handelt, wird es nicht von allen Krankenkassen übernommen. 

 

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