Unsere Strategie bei Myomen

Weil Myome normalerweise mit der Zeit wachsen, gehen wir davon aus, dass sie, wenn sie symptomatisch sind oder zu groß sind, entfernt werden müssen.

 
Darüberhinaus wachsen sie weiter, wenn das medikamentöse Management nur zeitweilig ist oder einmal gestoppt wird. 
Außerdem haben wir beobachtet, dass die Embolisation der Uterusarterie die Blutversorgung der Gebärmutter verringert und dadurch die Fruchtbarkeit vermindert wird.

 
Daher stellt die Myomektomie ( Myomentfernung) die beste Behandlungsmethode für Myome dar.

 
Herkömmliche (d.h. in der Vergangenheit) Myomentfernungen wurden über eine Laparotomie durchgeführt. Hierfür wird ein großer Bauchschnitt benötigt um einen Zugangsweg zur Gebärmutter herzustellen um das Myom zu entfernen. Am wichtigsten ist jedoch, dass hierbei postoperative Adhäsionen (Verwachsungen) entstehen, die Schmerzen verursachen können und zukünftig die Fruchtbarkeit beeinflussen können.

 

Laparoskopie unter Gasbenutzung wird in vielen Fällen durchgeführt. Aber, dabei existieren Probleme durch die CO2 Insufflation wie postoperative Schmerzen, langsamere Rekonvaleszenz sowie ein längerer Krankenhausaufenthalt (hierzu siehe den Abschnitt über gaslose Lift-Laparoskopie auf dieser Seite).

 
Außerdem gibt es Zweifel hinsichtlich der Stärke der Nähte und dem nachfolgenden Risiko einer Uterusruptur unter der Geburt.

 
Mithilfe unserer Technik, der gaslosen Lift-laparoskopischen Myomentfernung, kombinieren wir die besten Eigenschaften beider Verfahren (d.h. der Laparotomie sowie der Laparoskopie).

 
Unter Nutzung des Abdo-Lift Systems und konventioneller chirurgischer Instrumente können wir so die Myomentfernung mit dem Vorteil eines stärkeren und sichereren Gebärmuttermuskel-Verschlusses und einer anschließend vernachlässigbaren Wahrscheinlichkeit einer Gebärmutterruptur (Zerreissen der Gebärmutter unter der Geburt) durchführen.

 
Durch den operativen Zugang über kleine Schnitte und das Vermeiden von Kohlendioxid-Gas ist das postoperative Risiko für Verwachsungen deutlich minimiert. Bisher haben wir über 600 gaslose laparaskopische Myomentfernungen durchgeführt. 170 Patientinnen waren vor unseren chirurgischen Eingriffen unfruchtbar – nach den Operationen lag die Schwangerschaftsrate bei ca. 80%. Uns ist keine Gebärmutterruptur nach einer unserer lift-laparoskopischen Myomektomien während der Geburt bekannt. 

Die genaue Technik der gaslosen Laparaskopie ist ausführlich unter Ergebnissen dargestellt. 

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