Komplikationen durch Myome

Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit 

Große Myome können auf folgendem Weg zu Unfruchtbarkeit führen: 

  • Durch eine verminderte Wandstärke der Gebärmutter. 
  • Durch Verlegen der Eileiteröffnungen. 
  • Durch eine verdrehte Form der Gebärmutterhöhle. 
  • Durch eine veränderte Gebärmutterhalsposition – wodurch Sperma erschwert die Gebärmutter erreichen kann.

Einige Untersuchungen lassen vermuten, dass auch kleine Myome die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten einer Schwangerschaft verringern können. Besonders Frauen, die bereits Methoden der Reproduktionsmedizin in Anspruch nehmen mußten sind davon betroffen. Behandlungen zur Reduktion von Myomen können bei diesen Frauen sinnvoll sein, bei denen auf diesen Aspekt bisher wenig Wert gelegt wurde. 

Auswirkungen auf die Schwangerschaft 

Die Lokalisation von Myomen kann Auswirkungen auf eine Schwangerschaft haben. 

  • In Fällen multipler Myome kann ein Kaiserschnitt norwendig werden, v.a., wenn diese im unteren Anteil der Gebärmutter lokalisiert sind und die Scheide während der Schwangerschaft blockieren. Glücklicherweise tritt dieser Fall selten ein. 
  • Viele Myome können auch das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. In einer 2001 durchgeführten Studie zeigte sich, dass intramurale Myome die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft halbieren. (Das größte in dieser Srudie beobachtete Myom war nur weniger als 2,5cm groß.) 
  • Myome können während einer Schwangerschaft nekrotisch werden und Schmerzen sowie vorzeitige Wehen verursachen.

ANÄMIE (Blutarmut) 

Durch starke Blutungen, die z.B. durch Myome verursacht sind, kann eine Eisenmangelanämie entstehen. 

Die meisten Änamien verlaufen in leichter Form, aber selbst in diesen Fällen können Schwächegefühl und Müdigkeit die Folgen sein. Mittlere bis schwere Anämien können auch Kurzatmigkeit, erhöhte Herzfrequenz , Kopfschmerzen, Tinnitus, Verwirrungszustände, Reizbarkeit, Restless-leg Syndrom, Konzentrationsstörungen und Fallneigung verursachen. Herzprobleme können in Fällen nicht behandelter lang anhaltender und schwerer Anämie auftreten. 

HARNWEGSINFEKTIONEN 

Große Myome, die gegen die Blase drücken verursachen gelegentlich Harnwegsinfektionen. Druck durch Myome auf die Ureteren (Harnleiter) kann Einengungen der Harnleiter verursachen und dadurch Nierenschädigungen verursachen. 

STARKE SCHMERZSYNDROME 

Myome können die Ursache für zum Teil sehr starke krampfartige Schmerzen während der Regelblutung sein. 

Schmerzen können sich auch entwickeln, wenn die Blutzufuhr zum Myom abgeschnitten ist. In solchen Fällen gehen die Zellen aufgrund von Sauerstoffmangel zugrunde und sterben ab (Dieser Vorgang wird als Nekrose bezeichnet). Unter folgenden Umständen kann dieses Ereignis auftreten: 

  • Eine sehr große Anzahl an Myomen vermindert die eigene Blutversorgung. 
  • Ein gestieltes Myom (dieses ist über einen Stiel mit der Uteruswand verbunden) dreht sich, hierdurch wird die Blutzufuhr abgeschnitten. 
  • Das Eintreten einer Schwangerschaft, wodurch sich das Risiko erhöht, dass Myomzellen degenerieren und eine Zellnekrose eintritt.

LEIOMYOME DIE SICH AUßERHALB DES UTERUS AUSBREITEN 

Selten reißen Myome von der Gebärmutter ab und entwickeln sich an anderen Stellen. 

Typischerweise handelt es sich dabei um eine der folgenden Möglichkeiten: They are typically one of the following: 

  • Gutartgie streuende Leiomyome ( diese streuen normalerweise in die Lunge). 
  • Disseminierte peritoneale Leiomyomatose (Das Wachstum erfolgt am innereen Bauchfell).

Diese stellen keine Form der malignen Entartung dar. Nach einigen Untersuchungen können jedoch gutartig streuende Leiomyome, welche häufig nach der Menopause auftreten, in eine langsam wachsende Form eines Leiomyosarkoms übergehen. 

GEBÄRMUTTERKREBS 

Myome sind fast immer gutartig, selbst wenn sie entartete einzelne Zellen aufweisen. 
Gebärmutterkrebs entwickelt sich fast immer in der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumcarcinom). 

Nur in seltenen Fällen (weniger als 0,1 % Häufigkeit) kann sich eine Krebserkrankung aus einer malignen Entartung eines Myoms entwickeln (dieses bezeichnet man dann als Leiomyosarkom). 

Dennoch müssen schnell wachsende Myome bei prämenopausalen Frauen sowie auch selbst langsam wachsene Myome bei postmenopausalen Frauen chirurgisch abgeklärt werden, um eine Krebserkrankung auszuschließen.  

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