Was ist eine Myomektomie ?

Eine Myomektomie ist eine chirurgische Entfernung der Myome allein, wobei die Gebärmutter nicht beschädigt wird, so dass häufig die Fruchtbarkeit bestehen bleibt. 

Eine Myomentfernung kann auch helfen ungewöhnliche Blutungen, die durch Myome verursacht werden, zu regulieren. 

Nicht jede Frau ist eine geeignete Kandidatin für eine Myomentfernung. Wenn zu viele Myome vorliegen, kann die Myomentfernung durch einen gesteigerten Blutverlust verkompliziert werden. Wird eine Krebserkrankung festgestellt, so kann die Umwandlung in eine vollständige Gebärmutterentfernung notwendig sein. 

Um eine Myomentfernung durchzuführen, stehen dem Chirurgen folgende Methoden zur Wahl: eine Laparotomie ( ein großer Bauchschnitt mit Eröffnung des Bauchraumes) oder weniger invasive Methoden (Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) oder Laparoskopie (Bauchhöhlenspiegelung)). 

Laparotomie. 

Die Laparotomie benutzt einen großen Bauchschnitt und konventionelle Chirurgie. 

Man nutzt sie zur Operation sehr großer oder vieler subseröser oder intramuraler Myome (gewöhnlich größer als 10cm) oder bei Krebsverdacht. 

Nutzt man diese Methode, so kann der Arzt die Myome tasten, zum Teil auch in der Gebärmutterwand gelegene, die einer Laparoskopie oder Hysteroskopie entgehen können. 

Nach der Myomentfernung stellt die Rekonstruktion der Uteruswand, sowohl in der Laparotomie als auch in der Laparoskopie, einen kritischen Punkt dar, um eine Blutung oder eine Infektion zu vermeiden. 

Während die Rekonvaleszenz bei der Laparoskopie oder der Hysteroskopie weniger als eine Woche beträgt, so muss man nach einer Standardmyomentfernung nach einem Bauchschnitt mit einem Zeitraum von sechs bis acht Wochen rechnen. 

Hierbei besteht auch ein höheres Risiko, dass sich Verwachsungen bilden sowie ein höherer Blutverlust unter der Operation auftritt als mit weniger invasiven Techniken, was von Bedeutung ist für Frauen, die ihre Fruchtbarkeit erhalten wollen. 

Hysteroskopische Myomentfernung. 

Eine hysteroskopische Myomentfernung kommt für unter der Schleimhaut gelegene Myome in der Uterushöhle in Frage. 

Mit dieser Technik werden die Myome mit einem Instrument, welches sich hysteroskopisches Resektoskop nennt, entfernt, welches über die Scheide und den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle vorgeführt wird. 

Mit einer Elektroschlinge wird dann das Myom abgetragen. 
 

TECHNIK DER HYSTEROSKOPISCHEN MYOMENTFERNUNG 

 

 

Laparoskopische Myomentfernung. 

Eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) benötigt nur sehr kleine Bauchschnitte. 

Wie bei der Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) wird ein dünner Trokar eingeführt, der die chirurgischen Instrumente und die Kamera enthält. 

In Klinken mit sehr großer Erfahrung ist die Laparoskopie ein Verfahren mit geringeren Komplikationen, einem kürzeren Krankenhausaufenthalt sowie geringeren Kosten im Vergleich zur Laparotomie. 

Gaslos Lift-laparoskopische Myomentfernung 

Hierbei handelt es sich um unsere Spezialtechnik, wobei die laparoskopische Myomentfernung ohne das Einbringen eines Gases (CO2) durchgeführt wird. 

Für weitere Informationen bezüglich unserer Technik und der Ergebnisse sehen Sie bitte unter Strategie und Atlas. 

Komplikationen und postoperative Faktoren. 

Jede Vorgehensweise zur Myomentfernung ist sehr komplex. 

Um das Operationsrisiko zu mindern, sollten Patientinnen sich einen Chirurgen suchen, der auf dem Gebiet der Myomentfernung sehr erfahren ist. 
Komplikationen, die während einer Myomentfernung unabhängig vom Verfahren auftreten können sind: 

  • Ausgedehnter Blutverlust (größere Wahrscheinlichkeit bei einer Laparotomie 
  • Gebärmuttermuskelschwäche und Ruptur während einer Schwangerschaft. 
  • Spätere Entwicklung von Narbengewebe (Adhäsionen genannt). Häufigeres Auftreten nach einer Laparotomie. 
  • Infektionen. 
  • Schädigung der Eingeweide oder der Blase (häufigeres Auftreten bei einer Laparotomie).

Schwangerschaft nach einer Myomentfernung. 

  • Studien zeigen, dass eine Schwangerschaft in mehr als der Hälfte der betroffenen Frauen nach dem Eingriff wieder möglich ist. 
  • Die besten Chancen die Fruchtbarkeit aufrecht zu erhalten, haben Patientinnen mit gestielten und oberflächlichen serösen Myomen (gestielte Myome, die außerhalb der Gebärmutteroberfläche wachsen). 
  • Frauen mit tiefliegenden Myomen in der Gebärmutterwand haben ein höheres Risiko nach der Myomentfernung unfruchtbar zu sein. 
  • Es sollte angemerkt werden, dass obwohl in Studien von einer Schwangerschaftsrate von 40 – 58% nach einer Myomentfernung die Rede ist, nur ein Viertel der Frauen ihre Kinder auch bis zum Termin austragen. 
  • Frauen, die nach einer Myomentfernung schwanger werden, haben ein erhöhtes Risiko über einen Kaiserschnitt entbunden zu werden oder eine Fehlgeburt zu erleiden.

Myomrezidive und mehrmalige Operationen 

  • Die Rezidivrate für erneutes Myomwachstum nach einer Myomentfernung ist hoch. 
  • Zwischen 11 und 26 % der Patientinnen entwickeln Myomrezidive, die so schwerwiegend sind, dass sie eine zusätzliche Behandlung benötigen. 
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