Risikofaktoren für Myome

Myome sind der häufigste Tumor der weiblichen Geschlechtsorgane.

Sie treten bei mehr als 50% der Frauen zwischen 30 und 50 Jahren auf, symptomatisch sind sie jedoch nur bei 25% der Frauen.

Einige mögliche Risikofaktoren für die Entstehung von Myomen wurden identifiziert, wobei derzeit nur sehr wenige Untersuchungen existieren, um weitere Informationen darüber zu gewinnen.

Afro-Amerikanische Frauen

Verhältnismaßig häufig mit einer geschätzten Prävalenz von 50 bis 70 % sind Myome bei afro-amerikanischen Frauen zu finden.

Diese scheinen auch vermehrt unter größeren und zahlreicheren Myomen sowie Schmerzen und Blutarmut zu leiden als Frauen aus anderen Populationen.

Obwohl genetische Faktoren eine Rolle spielen, sind Frauen von afrikanischer Abstammung, die in anderen Ländern leben, hier nicht vermehrt von einer Myomentwicklung betroffen.

Dieser Zusammenhang lässt vermuten, dass Ernährungs- und Umwelteinflüsse bei der Entstehung von Myomen bei afro-amerikanischen Frauen eine Rolle spielen.

Starker Einfluss des Östrogens

Meist beginnen Myome langsam nach der Pubertät zu wachsen, wobei eine Diagnose meist erst im Erwachsenenalter gestellt wird.

Es zeigt sich, dass Frauen mit erhöhtem Östrogenspiegel in Blut eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Myomen besitzen.

Einige Beispiele von Riskofaktoren für das Auftreten von Myomen, die mit einer erhöhten Östrogenexposition einhergehen, sind:

  • Früher Eintritt der Periode (vor dem 12. Lebensjahr)
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • Keine Schwangerschaft Das Risiko sinkt mit der Anzahl der Kinder

Kombinierte orale Kontrazeptiva

Orale Kontrazeptiva (Pille) enthalten Östrogen und Progesteron (kombiniert) und ihre Wirkung in Bezug auf Myome ist in der Literatur widersprüchlich.
Frühere Veröffentlichungen ließen vermuten, dass es sich bei ihnen um einen Risikofaktor handelt. Die meisten aktuelleren Studien jedoch kommen zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Einnahme oraler Kontrazeptiva und dem Auftreten von Myomen gibt. Einigen Untersuchungen legen sogar die Vermutung nahe, dass niedrig dosierte Östrogen-Progesteron-Kombinationspräparate protektiv wirken können.

Hormon-Ersatz-Therapie

Hormon-Ersatz-Therapien enthalten ausschließlich Östrogen oder Östrogen-Progesteron-Kombinationen.

Gewöhnlich zeigen Myome nach der Menopause die Tendenz an Größe abzunehmen.

Wissenschaftliche Projekte untersuchen daher derzeit, ob die Hormone, welche in der Ersatz-Therapie verwendet werden, einen Wachstumsstillstand oder gegenteilig eine Steigerung des Wachstums bewirken können.

Zusammengefasst muss jedes Myom, das unter einer Hormon-Ersatz-Therapie wächst, sehr ernst genommen werden.

Jede Wachstumsneigung eines Myoms während der Menopause muss gynäkologisch abgeklärt werden, auch bei zugrunde liegender Hormon-Ersatz-Therapie, da sich hinter schnell wachsenden Myomen eine bösartige Erkrankung verbergen kann.

Andere Risikofaktoren 

Es wird über eine höhere Inzidenz von Myomen bei gleichzeitigem Vorliegen von Bluthochdruck und Fettleibigkeit berichtet.

Sowohl Myome als auch Bluthochdruck sind mit einem größeren Gebärmutter-Durchmesser assoziiert, ein direkter Zusammenhang dieser beiden Faktoren ist jedoch bisher nicht belegt.

Hingegen findet man einen direkten Zusammenhang zwischen einer Diabetes-Erkrankung und Myomen.

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